So. Bevor ich die nächsten Tage wohl nicht zum bloggen, dafür evt. zum Sticker sammeln, kommen werde, hier noch fix ein politischer:

The kids want communism! Zumindest laut der SozialistischenDeutschenArbeiterJugend München. Leider habe ich aber das Gefühl, dass das nicht stimmt. Das leider bezieht sich übrigens nicht auf den Kommunismus, sondern auf die politische Einstellung der Jugend selbst. So wirklich politisch mit einer klaren Meinung sind doch die wenigsten. Schaut euch mal in den diversen Netzwerken um. Die meisten schreiben doch über sich selbst sie seien unpolitisch – was ähnlich schlimm ist wie rechts zu sein wenn ihr mich fragt. Naja, der Sticker ist auf jeden Fall ganz nett gemacht. Diese bunten Neon-Farben sind ja zur Zeit in diversen Szenen ziemlich IN. Das sich ausgerechnet auch die SDAJ zu diesen, nähmlich unpolitischen, Szenen bekennt finde ich ziemlich neu. Aber wen störts. Gute Farben, klare Message und der Absender ist auch drauf. Also an sich alles richtig. Aja, Kommunismus ist nicht so cool…

Reclaim your city!

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Ein typischer „zweiter Blick Sticker“. Denn beim ersten kurzen Blick ist mir nur dieses pokemonähnliche Viech aufgefallen, zusammen mit darunterliegenden Krizzeleien, welche sich dann doch als Botschaft rausstelten (Legalize Art please!). Links daneben sah ich halt nur einen roten Punkt. Keine Ahnung was das sollte, aber gefährlich wirkte das nicht wirklich. Erst bei genauem hinsehen erkennt man den zerstückelten Polizisten in der Blutlache. Den Zusammenhang zwischen dem Viech und dem Polizisten finde ich allerdings nicht. Vielleicht kann mir da jemand helfen…

Hilfe wäre auch gut bei der Suche nach dem Hintergrund/Künstler dieses Stickers. „United Aggressions 2010“ ergibt nicht wirklich brauchbare Treffer. Es könnten diverse linksradikale Jugendorganisationen sein, aber man weiß es halt nicht.

Reclaim your city!

Das wir uns nicht falsch verstehen: ich bin kein roter! Mein Verein ist und bleibt der FC Hansa Rostock. Aber dieser Sticker der Münchner Schickeria ist einfach nur gut. Ich hab den auch schon oft gesehen und wollte den auch unbedingt hier posten. Aber bis heute Nachmittag hab ich nirgendwo ein schönes Exemplar gefunden – und nun ausgerechnet in Schwabing.

Was so toll ist, wenn es nicht mein Verein ist? Ganz einfach: die Vermischung von Politik und Fußball. Die Rostocker Szene will ja mit Politik immer nichts zu tun haben. Das wir deswegen immer noch überall als Nazis dastehen ist aber anscheinend egal. Ist der Ruf erst ruiniert… Aber das ist nicht das Thema.

Die Schickeria hat hier auf jeden Fall einen wunderschönen Sticker entworfen. Mit Sophie Scholl als DER bekannten Vertreterin des Münchner Widerstandes gegen die Nazis gelingt hier ganz einfach und ganz schön eine Verbindung von eigener politischer und antifaschistischer Positionierung und der Szene. Einziger Kritikpunkt: Dieser WordArt-mäßige Font – nur Comic Sans ist schlimmer. „Schickeria“ einfach im Blocksatz in der gleichen Größe wie „Fight Fascism!“ hätte dem ganzen noch ein wenig mehr Understatement gebracht. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Reclaim your city! Fight Fascism!

Antifa Actionday

16/02/2010

Liebe regelmäßige Leser (alle beide),

ich möchte mich hiermit bei euch entschuldigen. Bisher habe ich es nichts geschafft einen politischen Sticker zu zeigen. Ein Umstand, der natürlich nicht so bleiben kann. Erst recht, da doch eine klare politische Meinung zu haben und diese auch zu zeigen, leider etwas sehr seltenes ist. Von daher: KEINEN FUSSBREIT DEN FASCHISTEN!!!

Und der Sticker! Ein absolutes Vorbild für alle Mobilisierungssticker. Design – top! (wie übrigens bei vielen anderen Münchner Antifa-Stickern in meinem „Archiv“ auch) Message – top! Alle Infos drauf (Wer? Was? Wann? Wo? Weitere Infos?) – top!

Daher heute mal ein anderes Grußwort:

ALERTA! ALERTA!…

PS: Der Antifa-Action-Day war übrigens sehr erfolgreich. Die paar Nazis wurden ordentlich ausgebuht. Es gab viele Gegendemonstranten aus allen Schichten der Gesellschaft und abends noch gute Musike und leckere Sachen im Kafe-Marat. Gerne wieder!

Und wieder mal so ein Verbots-Klassiker. Ein letztes Mal möchte ich auf die Idiotie aufmerksam machen: 1. Bitte zähle die Sticker/Plakate auf dem Bild; 2. Entdecke den Fehler!

Ein schlechter Witz ist mir auch noch eingefallen: Wenn Einwürfe nur Werktags von 7:00 bis 19:00 erlaubt sind. Sind dann die ganzen Einwürfe am Wochenende Handspiele? Haha.

Reclaim your City!

Diese Kategorie hat sich irgendwie von selbst ergeben – das erste Gesamtkunstwerk ist mir auf der Toilette im Atomic Café aufgefallen. Und ich glaube diese Wand voller Tags, Sticker und Zeug hat es durchaus verdient diese Kategorie zu eröffnen. Es ist einfach ein schönes Sammelsurium aller möglichen Sticker. Travis, Lepit Clothing, Antifa München, Rockbox, Yummy Yummy, Munichx, I Love Kafka und viele, viele mehr sind auf den Toiletten des Atomic Café zu finden. Also sind nicht nur Parties und Konzerte in dem Laden gut zu finden – sondern auch die Einstellung zu guter Toilettenkunst. In manch anderen, eigentlich als noch alternativer geltenden Läden, wie beispielweise das Orangehouse im Feierwerk, werden Sticker konsequent entfernt und Grafitto (ok, die meist zu recht – weil schlecht) auch regelmäßig übermalt. Ob diese Einstellung aber auch die relativ …ähm… sportlichen Getränkepreise rechtfertigt, muss ich mir erst noch überlegen.

Reclaim your City! …and club!

Richtig viele gute und gerne auch schön bunte Aufkleber gibt es von VAA! – Very Ape Art. Im Streetart Picture Archive und auch bei flickr kann man sich noch viel mehr Kunstwerke anschauen. Was mir dabei so gefällt sind, soweit vorhanden, vor allem die Farben und die Linienführung der Motive. Irgendwie erinnern die „Viecher“ zwar an schlechte Trickfilmserien (Tüte = Spongebob (und der ist nicht gut)), aber trotzdem ist das gesamte Erscheinungbild doch sehr sympathisch.

Wer hinter den Motiven steckt ist gar nicht so leicht rauszufinden. Anscheinend handelt es sich bei VAA! um mehrere Künstler, die ihre vielen Sticker überall selbst kleben. Vorbildlich.

Reclaim your city!

Auf meinem letzten, bzw. ersten aktiven, Streifzug nach Stickern ist mir ein paar mal dieser der Glockenbachwerkstatt aufgefallen. Dabei ist er eigentlich nicht wirklich gut. Die Botschaft ist nur ganz klein in der unteren rechten Ecke zu erkennen und die anderen Gegenstände auf dem Sticker sind von weitem auch nicht gut zu erkennen, geschweige denn, dass sie etwas mit einer Open Mic Session zu tun hätten. Trotzdem gefällt mir der Sticker – wahrscheinlich weil das Motiv so authentisch nach meiner Umgebung aussieht. Wie dem auch sei. Jeden Dienstag ab 1900 in der Glockenbachwerkstatt: Hip Hop Open Mic Session.

Reclaim your city!

Post N°1 – natürlich über diese Seite. In allen Städten gibt es eine Kunstform, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet – die Sticker! Es gibt sie in unendlich vielen Formen, Farben und mit den unterschiedlichsten Botschaften. Um diese Art Art mal einer Bestandsaufnahme zu unterziehen gibt es diesen Blog.

Neben den Stickern geht es aber auch um Schilder, Plakate, Flyer und alles was in der Street so an Art zu finden ist.

So viel zum Allgemeinen, und nun das Spezielle:

Auf die Idee für dieses Blog hat mich tatsächlich der obige Sticker gebracht. Dieser klebt an einem Stromkasten ganz in der Nähe – und natürlich ist der auch ziemlich zugeklebt. Interessant ist dieser Aufkleber, da er das große Problem öffentlicher Kunst aufzeigt – nämlich die gesetzlichen Grenzen die ihr auferlegt werden. Den Widerspruch, den diese Gesetze erzeugen erkennt man mit diesem Verbots-Sticker geradezu „plakativ“. „Plakatieren verboten!“ steht auf einem Sticker – der geklebt wurde. Noch schlimmer für mein Empfinden ist aber, dass die „Stadtkultur München“ sich hier für die Verhinderung von Kultur verantwortlich zeichnet. Aber das ist wohl so in Bayern. Ich fordere niemanden auf Gesetze zu brechen – aber einen Tipp habe ich schon:

Reclaim your city!