Habt ihr euch nicht auch schon oft gefragt, warum es so viele Werbesticker gibt? Ich mein die Dinger hängen ja eigentlich oft an den üblichen Stellen, an denen der Normalokleber schon mal in einen Disput mit der Staatsmacht kommen könnte. Und Werbung hat natürlich immer einen konkreten Absender, der leicht nachzuvollziehen ist. Die Antwort, die ich letzte Woche zwar nicht gelernt, aber wieder ins Gedächtnis gerufen bekommen habe, ist dabei ziemlich easy. Die Dinger kleben nämlich gar nicht, sondern sind elektrostatisch aufgeladen – jeppe, der alte Luftballon/Baumwollpullover/Haare-Trick. So können die Teile nämlich ohne Rückstände ziemlich einfach wieder abgenommen werden (siehe Fotos). Der OOH-Werber nennt diese politisch korrekten Sticker übrigens „AmberStix„. Tatsächlich also alles nur Fake – Werbung halt.

Reclaim your city!

Okay, der Eine oder Andere mag sich letztens gefragt haben, ob Düsseldorf wirklich so links ist, wie ich beschrieben habe, oder ob das nur meine subjektive Wahrnehmung ist. Es wird wie immer eine Mischung aus beidem sein. Wenn meine Recherchen das richtig gesehen haben, hat D bei den letzten Landtagswahlen ziemlich konservativ gewählt – die CDU hat hier jeden Wahlkreis, wenn auch teilweise nur mit geringem Vorsprung, gewonnen. Wenn man aber in Lager aufteilt, kommt das linke Lager (mit SPD, Grüne, Linke) aber fast immer auf die absolute Mehrheit. Die FDP ist hier tatsächlich nur viertstärkste Partei – trotz der großen Anzahl an „Reichen“. Die NPD mit 0,2 bis 0,4% ist zum Glück fast nicht existent. Naja, trotzem hier mal ein paar Sticker, die ich gerade in den letzten paar Tagen gesehen habe – nur mal um mein eigenes Statement zu untermauern. Mehr zum linken Düsseldorf demnächst hier.

Reclaim your city!

PS: natürlich mit Links: mitte links, mitte rechts, unten links und die Ergebnisse der Landtagswahl

Was ist bitte hier passiert? Wir sehen einen abgenutzten Sticker, von dem lediglich das Papier übrig geblieben ist, darauf ein mit Kugelschreiber geschriebener Spruch, in englischer Ziffernschreibweise wenn ich mich nicht irre. Ich gebe ja zu, dass ich nicht allwissend bin – dafür aber umso neugieriger. Wenn ich es richtig verstehe (googelt selber!), wird der Spruch vor allem dann genutzt, wenn der Betrogene/das Opfer/the owner es dem Betrüger/dem Täter/the thief einfach gemacht hat die kriminelle Tat durchzuführen. Dieser wiederum war so blöd und hat sich erwischen lässen. Hier auf dem Sticker wird das ganze noch etwas erweitert und dem owner gleich mal ein wenig mehr Zeit aufgebrummt. Soll es etwa so gewesen sein, dass der Sticker von so schlechter Qualität war, dass er einfach abgezogen werden konnte? Wie unrühmlich… Dafür aber ein sehr schönes Sprichwort (hoffentlich richtig verstanden) und eine sehr schöne Handschrift! I Like!

Reclaim your city!

Naja, bisschen populistisch oder?! Aber fangen wir ruhig an. Zur Zeit geht ein Gespenst um in Düsseldorf – das Gespenst des kommunistischen Stickers! Überall kleben sie zur Zeit, die roten Aufkleber der Linken (also die Partei) und noch viel mehr ohne Absender wie der hier oben. An sich hab ich da ja gar nicht so viel gegen – is mir lieber als NPD-Aufkleber sehen zu müssen. Aber irgendwie werde ich mit dieser Kommunismus verherrlichen Einstellung nicht warm. Ohne alles aufzählen zu wollen lief einfach viel zu viel falsch im real existierenden Kommunismus der Sowjetunion, wie auch im Sozialismus der DDR usw. Was man aber machen kann, und so verstehe ich diesen Sticker, ist die Menschen daran zu erinnern, dass zumindest ein wenig kommunistischer Spirit für Freiheit der, und Gleichheit zwischen den Menschen steht und da tatsächlich etwas getan hat (Verbesserung der Arbeitsbedingungen während der Industrialisierung usw). Insgesamt bleibt aber fest zu halten: Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – im Kommunismus ist es anders rum…

Zum Sticker: Schicker Reim im oldschool-linken Ton, gute Wahl des Symbolfotos. Kann man auch wenig falsch machen ehrlich gesagt.

Reclaim your city!

FC hansa

20/09/2010

Was ich mir in diesem Blog vorhalten lassen muss, ist die Tatsache, dass ich den glorreichen F.C. Hansa Rostock hier viel zu selten huldige. Gerade, da es zur Zeit sportlich mehr als gut läuft (TABELLENFÜHRUNG!!!) nehme ich mir nun raus, hier mal wieder einen Hansa-Sticker zum besten zu geben. Und hier lohnt es sich auch wie ich finde. Habe den gerade erst gestern Mittag aufm Bahnhof gesehen und war wirklich begeistert. Der Sticker ist blau, weiß, rot und wirkt von weiten ziemlich verwaschen. Aber das lasse ich mal als gute, kreative Idee durchgehen. Insgesamt einfach ein sehr schönes Teil. So, und morgen wird der OFC geputzt!

Reclaim your city!

In unregelmäßigen Abständen verlinke ich ja auch einfach nur auf andere Blogs und Seiten, deren Inhalte irgendwie hier reinpassen. Und besonders gerne tue ich das, wenn es von rebel:art kommt. Dort gibt es wirklich immer den heißestens Scheiß an allen möglichen Formen von StreetArt und allgemein von Kunst im öffentlichen Raum. Da ich natürlich keinen Fame abgrasen will bitte ich euch alle JETZT den OriginalArtikel anzusehen!

Reclaim your city!

Einer meiner Lieblingsläden in Rostock ist ja das Meli. Da gibts lecker Getränke (Weltfrieden!) zu mehr als fairen Preisen, man kennt die Leute und alles ist ein bisschen abgerockt was gleichzeitig ein hohes Maß an Gemütlichkeit bedeutet – was sind wir da schon hängen geblieben… Zum abgerockten Style gehört auch diese Gesamtkunstwerktür. Hier erkennt man auch, wie Aufkleber eine Kneipe beschreiben können. Denn ein Großteil der Sticker definiert unser Meli und die entsprechende Szene die sich da aufhält: Hansa, Piranhas, Gegen Nazis, Crushing Caspars, Die Ärzte, Doc Martens uswusf. Ich könnte mich ja ewig mit der Tür beschäftigen, aber dann steht man im Flur und hat weder Blick auf die Bars noch auf den Tanzflur. Schade schade.

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irgendwie…nix!

07/09/2010

Der geneigte Leser (es werden übrigens immer mehr – danke dafür!) kennt ja meine Neigung zur alternativen Kunst. Sticker, StreetArt, Graffiti usw. find ich alles super. Die hässliche Form von Graffiti sind ja Tags, noch hässlicher empfinde ich die oben gezeigten Sticker. Von den Farben her an sich ganz nett, schwarz und orange passen eigentlich ganz gut. Entziffern kann man das Graffiti zu großen Teilen auch nicht, was noch für den Künstler spricht. Dann hörts aber auf. Führung, Farbe und Stärke der Linien passt insgesamt einfach nicht. Es sieht einfach nicht gut aus. Dass das Tag ausgeschnitten wurde… naja, dann doch lieber gleich richtig mitm Stift an die Wand. Insgesamt ist der Sticker also irgendwie…nix!

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Alex Amsterdam

04/09/2010

Zugegeben: der Name „Alex Amsterdam“ ist nicht grade der geilste. Als ich den Sticker zum ersten mal gesehen habe, dachte ich eigentlich auch irgendwie an schlechten 90s Techno. Bis auf das an sich nette Layout und die coolen Neon-Farben war ich also nicht so begeistert. Nun bin ich aber an sich ein neugieriger Mensch und hab mir den jungen Herren mal auf Myspace angehört – und werde langsam durch die gute Musik umgestimmt. Statt dem erwarteten Techno kommt da doch tatsächlich ein feiner, luftiger Gitarrenpop aus den Boxen. Demnächst ist AA auch auf Tour und öfter mal in kleineren Clubs zu sehen. Unter anderem auch ein paar mal in Düsseldorf was nicht verwundert. Er ist Düsseldorfer. Sollte ich ihn am Merchstand erwischen, werde ich ihn aber auf den beschissenen Namen ansprechen müssen. Da helfen auch coole Neonfarben nix…

Reclaim your city!