Ultras Düsseldorf

30/11/2010

Ich gebe es zu: Umso länger ich hier in Düsseldorf wohne, desto sympathischer wird mir das Dorf auch. Das hängt nicht nur mit der insgesamt doch recht positiven Lohnerwerbssitutation zusammen. Auch die Menschen, die Mensch hier kennen lernt sind offen und zumeist sympathisch.

Dazu gehört auch die wachsende Sympathie zur Fortuna. Am Donnerstag wurde uns tatsächlich ne Runde Schnaps ausgegeben. Und das obwohl wir uns in einer Kneipe, gegenüber der im Mai von Rostockern zerlegten Kneipe, als Rostocker geoutet haben. Auch die Ultra-Sticker und –Szene empfinde ich hier ja als sehr angenehm – die ist nämlich ziemlich alternativ und links (bis aufs Messer…). In den Stickern findet sich auch fast immer dieses Männchen, welches irgendwie wie ein abgewandeltes Ampelmännchen aussieht. Nunja. Sicherlich werde ich mir da als Hansafan und Suptras-Sympathisant in der Szene keine Freunde machen, trotzdem freue ich mich auf die letzten Saison-Heimspiele, die hoffentlich im Paul-Janes-Stadion ausgetragen werden. Ich bin dabei!

Reclaim your city!

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REWE rockt!

23/11/2010

An sich find ich diese ganzen Punkte-Sammel-Systeme ja mega-ätzend. Payback, Deutschlandcard und dieser ganze Mist können mir gestohlen bleiben; kein Schwein gehts was an was ich so für Toilettenpapier, Kondome oder Joghurt kaufe. Aber ich muss da auch Selbstkritik üben – ich sammle leidenschaftlich gerne BahnBonus-Punkte und freue mich jetzt schon tierisch auf die nächste Freifahrt in der ersten Klasse (nur noch 343 Euro ausgeben – wen soll ich besuchen kommen?). Und zur Zeit bin ich auch dabei diese WMF-Aufkleber bei meinem Stamm-REWE zu sammeln. Ich brauch nämlich noch son bisschen Zeug für meine Küche. Nudeln ohne gescheites Sieb zu kochen und Pfannkuchenteig ohne ordentliche Schüssel zu machen ist nämlich nicht wirklich lustig. Und für solche Küchenbasics einfach mal bisschen sammeln und dann WMF-Zeug für günstiges Geld zu bekommen ist doch ok oder? Sehr günstig wirkt es sich übrigens aus, wenn man gut mit den Kassiererinnen kann. Denn sobald man die eigentliche Logik (ein Aufkleber für 5 Euro Umsatz) umdreht (5 Aufkleber für 1 Euro Umsatz) ist man definitf schneller am Ziel. Die Rechnung für WMF geht dann zwar nicht auf – aber wayne störts?!

Reclaim your…ähm…kitchen!

Ausgerechnet aus Leverkusen kommt dazu ’n Artikel

(via)

Reclaim your city!

stand your ground

20/11/2010

Endlich mal wieder ein schöner Fußball-Sticker. Na gut. Streichen wir „schöner“. Eher ein ziemlich ausgedachtes Teil. Der Traditionsverein Rot-Weiß Essen hat ja in den letzten Jahren allerlei mitmachen müssen. Eine Niederlage im NRW-Pokalfinale gegen den Stadtrivalen Schwarz-Weiß zum Beispiel oder natürlich die Insolvenz diesen Sommer. Vielleicht sollte man da nich auch noch auf die Fans einprügeln – sind ja gestraft genug. Aber trotzdem muss das doch alles nicht sein. Ich meine im „Alles fuer Essen“ das UE für Ultras Essen in Kapitalen zu schreiben ist mindestens grenzwertig; die Grimasse mit Hut aber schon weit über die Grenze des guten Geschmacks hinaus. Ebenfalls lachhaft finde ich den Hintergrund – eine volle Tribüne. Haha! Wenigstens in der B-Note überzeugt der Sticker aber: er ist ok produziert. Hätte eigentlich nur noch Bitmap oder so gefehlt. Aber so scheiße kann man ja nun wohl doch nicht arbeiten. Das Fazit bleibt: Essen hat die besten Tage hinter sich.

Reclaim your city!

Ich hoffe, und weiß teilweise auch, dass regelmäßige Leser_innen dieses Blogs hier ziemlich politisch interessiert sind – vor allem was so das linke bis links-extreme Spektrum betrifft. Wie schon mal erwähnt gibt es da ja viele Facetten, um die sich Mensch kümmern kann. Unter anderem dabei: Sexismus. „Love Sex – hate sexism“ sollte für jeden eh klar sein. Wenn man etwas einsteigt in die Thematik sollte auch schnell ersichtlich werden, dass „schwul“ kein Schimpfwort ist – und deswegen auch im Stehblock oder sonstwo als solches nichts zu suchen hat. Vor ein paar Wochen gab es zu diesem Gender-Thema auch eine Ausgabe der Jungle World. Ich habe ja ziemlich schmunzeln müssen, als ich die Abhandlungen las, die sich um nichts Anderes drehten als den „politisch korrekten Fick“ – Kategorie absolut empfehlenswert. Wie immer in der linken Szene, gibt es auch zu diesem Thema natürlich ohne Ende Textmaterial und auch unendlich viele coole Blogs (z.B. das genderblog). Ich persönlich fasse das alles mal kurz zusammen: Gender? Doesn’t matter! Denn mal ehrlich: die besten Parties und Konzerte sind doch die, in denen im Laufe des Abends die geschlechtlichen Grenzen, wenn auch nur auf den Toiletten, verwischen. Nur konsequent, dass das in manchen Locations so auch durchgesetzt wird – zumindest in Teilen.

Reclaim your city!

Kein Plan

14/11/2010

An sich sind diese Silhouetten-Fotos ja schon fast langweilig – welche Band hat sie nicht? Naja, trotzdem gefällt mir das halt immer wieder. Was ebenfalls gefällt ist dieser coole Untertitel: „Zigarettenqualm und Liebesbriefe“. Das erinnert mich ja ein bisschen an „I was looking for some action / but all I found was cigarettes and alcohol“. Find ich immer nett so was. Die Musik von den Greifswaldern pustet einem auch schön das Hirn durch. Müsst ihr unbedingt mal reinhören. Einziger, dafür aber recht großer, Fehler: deutscher Bandname und auf Englisch singen geht ja in meinen Augen gar nicht. Zum Glück haben die Jungs ein Händchen für Design und Layout – das gleicht den Bandnamen wieder aus.

Reclaim your city!

Am I special?

13/11/2010

Am I special? Na klar! Wann und wo gibts schon mal Sticker-Einzelstücke zu sehen? Eher selten würd ich sagen. Im Netz findet Mensch leider keine Antwort auf die Frage, wer denn der Urheber ist. Als „Tuo“ gibts in München, bzw. Wolfratshausen, eine Band bestehens aus zwei Mädels. Sehr gute Stimmen haben die beiden. Die Songs sind aber eher lame. „Am I Special“ ist unter anderem ein ganz lustiges Blog gewesen. Nun ja. Bleibt die Frage halt offen und wir werden nie erfahren, wer denn das hübche gezeichnete Mädchen ist, welches solche unberechtigten Selbstzweifel hat.

Reclaim your city!

Hier habe ich mich ja erst ein wenig vertan. Zuerst, beim Erblicken, Fotografieren, zu Hause anschauen, dachte ich nämlich das wär ein Fortuna-Aufkleber. Aber nix is. Da geht’s ja um die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft (mit ultracoolem Zusatz: Metro Stars). Und eigentlich war das ja auch klar. In Düsseldorf gibt es an sich nur 3 Sachen, an die man sich irgendwie halten kann: Die Toten Hosen, die Forteng (wie der Düsseldorfer zu seiner heißgeliebten Fortuna sagt), und die DEG. Mir persönlich war Eishockey ja immer zu prollig. Also noch prolliger als Fußball. An sich müsste ich aber schon mal hingehen. Mit den richtigen Leuten und ein paar Bier kann das bestimmt lustig werden…

Aber ich schweife wieder ab. Denk doch ma einer an den Sticker bitte! Da ist nämlich niemand geringeres als David Hasselhoff drauf, dem das Gründungsjahr der DEG, 1935, auf dem Bauch tätowiert (ihr bemerkt den Bezug zum prolligen oder?!) wurde. Davor ein buntes „Crazy for you!“. Wer sich an den Song nicht erinnert, kann hier klicken. Naja, auf jeden Fall eine ganz nette Idee und alles im Großen und Ganzen auch gut umgesetzt. Von daher: HaHoHe – Vorwärts DEG (oder so…)!

Reclaim your city!

Das war Notwehr.

08/11/2010

Eigentlich wolte ich mit diesem Post ja auch ein wenig die Anti-Atom-Proteste im Wendland unterstützen. Aus der Erfahrung heraus hätte es da zum jetzigen Zeitpunkt schon ziemlich knallen können. Glücklicherweise ist das nicht passiert – die Staatsmacht ist mit Tausenden Einsatzkräften unterwegs und sichert jeden Meter bzw. jeden Stein. Da kann nur schlecht geschottert werden. Insgesamt freut mich aber die derzeitige Entwicklung – Deutschland wehrt sich. Ob in Stuttgart oder nun im Wendland – die Zahl der Demonstranten steigt immer weiter und wird von fast allen Bevölkerungsschichten gestellt. Wir haben zwar immer noch keine Demokultur wie Frankreich oder Griechenland, aber für den lahmarschigen deutschen ist das schon mal nich schlecht. Hoffentlich gehen auch alle mal auf die Straße wenn so Typen wie Thilo Sarrazin (TS? Thor Steinar? Zufall?) ihre rechte Scheiße verbreiten…

Aber ich schweife ab (wie so oft in letzter Zeit). Es geht ja um den Sticker. Und dieser ist sehr schön gemacht wie ich finde. Eine kleine Comicfigur, die mich erst ein wenig an Southpark-Kenny erinnert hat, verteidigt sich in bester Anarchoweise: „Das war Notwehr.“ Frei nach dem Motto: Alles fing an als er zurück geschlagen hat… Kurzum: eine gute Idee wurde gut umgesetzt und ich hab fast lachen müssen (es war regnerisch und kalt in der KTV – da war nich viel mit lachen) – alles richtig gemacht!

Reclaim your city!

…schuf die BSG Chemie? Armes (Fußball-)Leipzig. Da hat man so eine schöne Stadt, und dann geht es seit der Wende fußballerisch nur abwärts. Nachdem Leipzig seit Ewigkeiten zweigeteilt war, wobei Chemie eher links-, Lok eher rechtspolitisch einzuordnen ist, ist die erste Kraft in L-Town nun tatsächlich RedBull. Unfassbar eigentlich. Nur gut, dass sich zur Zeit Chemnitz in Liga4 noch besser schlägt als die überbezahlten Brausestümper. So viel zum Fußball.

Der Sticker… ach was soll ich groß schreiben – IST SCHEISSE! Paketaufkleber von der Post zu bekritzeln ist ungefähr so kreativ wie Böller in Briefkästen zu stecken. Nämlich gar nicht. Und übrigens hätte ich gerne einen besseren Sticker aus Leipzig gepostet – es gab aber keine. Auch nich von Lok. Die sind nur durch den Taxifahrer aufgefallen, der erzählte wie geil doch Krawalle beim Fußball sind. Wieder alle Vorurteile bestätigt. Schade, dass Leipzig in fußballerischer Hinsicht einfach nichts drauf hat. Wirklich schade.

Reclaim your city!