Kony 2012

28/04/2012

Er ist angekommen. Auf der Straße. Beziehungsweise die „Bewegung“ Kony 2012 ist auf der Straße angekommen. Denn gestartet ist das ganze ja im Internetz. Ein halbstündiger Clip, der die Verbrechen des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Joseph Kony zeigt und vor gut 1,5 Monaten für einen SocialMedia-Hype sondergleichen sorgte. Aber auch für Kritik an der dahinter steckenden Organisation Invisible Children. Viele Kommentatoren bezweifelten, dass es die Entrüstung der User vor ihren Laptops auch auf die Straße, ins RealLife, schafft. Ein Anfang ist hier geschafft. Nun sieht es ansatzweise tatsächlich nach einer Analogisierung des Protests aus.

Dass Vergleiche mit Hitler und Bin Laden angebracht sind glaube ich zwar nicht, ich war aber eher durcheinander ob des I.R.A welches da auf seiner Jacke steht, sich aber wohl um ein L.R.A handeln dürfte. Die Optik ist mittlerweile klassisch und errinnert an die Obama-Streetartpieces aus dem ersten Wahlkampf. Wer hinter dem Sticker und den QR-Codes steckt habe ich nicht herausbekommen, da mein Smartphone sie partout nicht lesen wollte. Werde aber versuchen es nachzureichen.

Reclaim your city!

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ProjectX

14/04/2012

Wusste irgendjemand, dass es dabei um nen Film geht? Ich bin echt davon ausgegangen, dass es sich tatsächlich um ne Party handelt; irgendwie ein neuer Club oder so. Fand das schon recht fett, dass die fünf verschiedene Motive davon drucken und hab die eigentlich nur deswegen fotografiert. Auf der Facebook-Seite gibts dann aber den Trailer für den Film. Aber dass ich kein Filmfan mehr werde war ja eh klar. Manifestiert sich auch durch das Fehlen einer Kategorie „Film“ hier. Trotzdem tolle Idee mit den Motiven. Sticker sehen auch schick aus. Diese Polaroid-Optik macht einfach was her. Ob der Film gut ist, werde ich aber erst erfahren, wenn er auf ProSieben lief. Frühestens.

Reclaim your city!

I’m so sorry. Der letzte Post ist schon wieder so lange her und das Wochenende über das ich berichten will nun auch. In Hansa-Siegen gezählt immerhin drei. Vor allem möchte ich mal eine Lanze für das Münchner Nachtleben brechen. Das ist nämlich gar nicht so versnobt wie man nördlich der Donau denken mag. Deswegen nun hier in chronologischer Reihenfolge die Stationen des besagten Wochenendes:
21:09 Ankunft München HBF
21:40 Öffnen des ersten Tannenzäpfle in einer WG irgendwo Richtung Stiglmeierplatz. Sehr gute Freundin getroffen und gute Frau kennengelernt. Alles richtig.
23:00 Ankunft im „Für Freunde“, einer kleinen, gemütlichen Bar in der Reichenbachstraße im Glockenbachviertel. Da gibts das Helle für okayes Geld, eine sehr relaxte Atmosphäre, super Musik und auch den einen oder anderen Jägermeister. Am Wochenende ist der Laden natürlich immer proppenvoll. Wer es kennt, kann es vielleicht mit der Favorit-Bar in der Damenstiftstraße (Innenstadt) vergleichen, die ich leider nicht mehr geschafft habe zu besuchen.
01:30 Ankunft am „Kong“ direkt am Justizpalast am Hauptbahnhof. Mir wurde gesagt das machen jetzt die Betreiber des ehmaligen Cafe King. Da bin ich damals nicht reingekommen weil wir uns in der Schlange über die Hipster im Laden lustig gemacht haben… Im Kong erfährt man dann München von seiner schlimmsten und seiner clubbigsten Seite. Nach Einlass, Garderobe, Bier und Averna (Jägi ham se nich) ist man schon den ersten 20er los. Dafür gehen die Leute aber zu verdammt guter Musik ab wie sonst was. Hätten wir es uns leisten können, wären wir sicher bis Ewig geblieben. Meine Leute ausm Norden waren währenddessen im „Neuraum“. Nicht hingehen! Ohne weiteren Kommentar. Einfach nicht hingehen!
03:00 Ankunft im Cafe Kosmos, ebenfalls in der Nähe vom Hauptbahnhof. Auch eine kleine, gemütliche und oft überfüllte Bar. Besonders zum Afterjob kann man da aber nicht mehr hingehen – zu viele Yuppies. Früher war es aber unser Stammlokal. Es gab Astra und man konnte auf Bierfässern den ganzen Abend ratschen. Schön wars.
11:00 Nach Besichtigung des Hostels (Preis auf die Hälfte runterverhandelt da die Farbe an der Wand noch FRISCH war) und einem leckeren McD-Frühstück (sorry) dann das erste Bier im Augustiner Brauhaus in der Kaufinger Straße (Einkaufsmeile Innenstadt). Ist ne okaye Alternative wenn das Hofbräuhaus wieder überfüllt ist.
11:20 Ein Augustiner für die Fahrt zum Stadion gibts immer im Kiosk unterm Marienplatz. 1,50 der halbe Liter – was willste machen…
14:35 Bierdusche in der Allianzarena. Immerhin gabs da „Lightbier“ mit ca. 3%. Ich fands ok, gibts sonst auswärts für uns sonst doch nur alkoholfrei (aus Gründen leider…).
19:00 Augustiner in der Kaufinger Str.
21:30 Augustiner Helles in einer WG am Tierpark. Dazu gabs selbstgemachte Käsespätzle vom allgäuer Hausherrn. Ein Genuss das alles!
01:30 Ankunft Sonnenstraße. Mittlerweile das Zentrum für gute Bars und Clubs in München. Wers rockig mag kann erst auf Konzerte im 59:1 gehen, danach Electro-Clubben in der Roten Sonne oder im Harry Klein. Da ich eigentlich den Rostocker Pöbel sehen wollte bin ich erst mal Richtung Milchbar gegangen. Ein sehr, sehr übler Abschleppschuppen mit 70% Kerlen. Frauen die reinkommen werden innerhalb von wenigen Augenblicken angebaggert – und meist dann auch mit nach Hause genommen. Zum Glück war die Schlange so lang, dass ich lieber ins danebenliegende Cord gegangen bin. Ein schöner kleiner Club mit 70er Jahre Atmosphäre, viel künstlichem Nebel, okayen Preisen und immer wieder unglaublich guter Musik. Da ist auch der Fyler her, den ich unbedingt als Andenken mitnehmen musste. Um
05:00 war dann Schicht im Schacht. In der Milchbar war keiner mehr von meinen Leuten und am Pimpernel (am Anfang der Müllerstraße Richtung Glockenbach) wurde niemand mehr reingelassen. Der Laden is berühmt für seine AfterHours, in denen die Jungs vom Land regelmäßig von Transvestiten abgeschleppt werden. Also hab ich fix meine Klamotten ausm Hostel geholt und hab den ersten Zug nach Düdo genommen. NO PARTY WITH ED HARDY!

Reclaim your city!

Münchner Kindl

03/04/2012

Der Eine oder die Andere hat es vielleicht mitbekommen: ich war am Wochenende mal wieder in München. Und boah war das ein Wochenende: wenig Schlaf, viel gemacht, viele Leute wieder gesehen, noch mehr Spaß gehabt, 3 Punkte eingefahren und und und… Ein paar Sticker habe ich natürlich auch direkt mitgenommen. Darunter auch dieser doch recht schicke von Bayern München. Wer es genau wissen will, da steht: FC Bayern – der beste Verein der Welt!, München – die schönste Stadt der Welt!. Ich find den tatsächlich ganz gut. Im Hintergrund der bayerische Himmel mit dem Rautenlogo, dazu links die Türme der Frauenkirche und rechts das Rathaus. In der Mitte eine sehr eigenwillige, wenn auch nicht unschöne, Interpretation des Münchner Kindl. Im ersten Moment mag Mensch direkt an die Schikeria denken, aber die sind zu politisch korrekt für sowas. Wenn man genau hinsieht, sieht man den Schriftzug „Inferno“ auf dem Gürtel der Mönchskutte, was augenscheinlich für den Fanclub „Inferno Bavaria“ steht. Wenn ich richtig Langeweile hätte, würde ich ja bei ultras.ws mal recherchieren was die so aufm Kerbholz haben. Aber naja…

Reclaim your city!