Hansa Rostock

21/07/2012

Puhh, geschafft. Hansa hat relativ glücklich den ersten Sieg im ersten Spiel eingefahren. Vor allem der Belgier Ken Leemans konnte auf der 6 wirklich überzeugen. Von Dennis Berger war außer dem Freistoß zum 1:1 und der Flanke zum Sieg kurz vor Schluss nichts zu sehen. Ebenso blass blieb Smetana als einzige Sturmspitze. Allerdings wurde er vom Mittelfeld um Lartey, Jordanov, Mendy und eben Berger auch kaum gefüttert. Sollten Mo, Edi und Mendy zu 100% Leistung finden, ist das aber wieder ein bärenstarkes Mittelfeld. In der Abwehr machten Holst und Wolf ein solides Spiel, Geenen auf rechts größtenteils noch zu ungenau und zu wenig nach vorne. Pelzer auf links hat zwar Willen und Kampfgeist gezeigt, spielerisch aber kam da gar nix. Müller war beim Gegentor chancenlos, was es zu halten gab hat er aber in bekannter Ruhe gehalten. Ich würde im nächsten Spiel auf ein 4-1-3-2 umstellen. Berger raus und dafür Johan Plat, Siegtorschütze, neben Smetana in den Sturm. Dann passiert offensiv einfach auch mehr. Insgesamt also ein Spiel wie die beiden Sticker: schnörkellos und ohne viele Highlights. Aber egal. Hauptsache Sieg. Hauptsache Hansa!

Reclaim your city!

..für Sankt Pauli. Beziehungsweise für die Dritte Liga. Am Wochenende gehts endlich wieder los und ich bin sehr gespannt drauf. Alle Exilrostocker können am Samstag übrigens das Spiel live aufm NDR gucken. Die Anderen gehen selbstverständlich ins Ostseestadion, eh klar. Was gibt’s noch so? Ach ja, der Sticker erinnert mal wieder sehr an diesen geilen Text aus der Greif Zu, den ich nur bei afterchangeswearemoreorlessthesame wieder finde.

Reclaim your city!

01573-6252709 – Die Nummer gegen Kummen. Naja, nicht so ganz. Denn wer glaubt, dass nach einer Meldung auf einmal Horden von BlackBlockAntifas durch die Viertel Streifen um für „Ordnung“ zu sorgen ist natürlich falsch gewickelt. Hier wird einfach dokumentiert und recherchiert um für eventuelle Aktionen gerüstet zu sein. Ob die Mädels und Jungs auch diesen Block lesen? Wäre ja nicht verkehrt…

Reclaim your city!

Kommen wir wieder zurück zur Kernkompetenz dieses manchmal eingedösten Blogs: dem Sticker! In diesem Fall sogar dem politischen Sticker. Ich glaube kaum, dass es hier zwei Meinungen gibt: dieser Sticker ist absolut gelungen. Von der Idee (pink, moustache), über die Botschaft (catchy) bis hin zur Umsetzung stimmt einfach alles. Daher ein großes Lob an die Macher von dieser Stelle!

Reclaim your city!

 

Wie versprochen sollt ihr auch einige Eindrücke vom „Museum Warschauer Aufstand bekommen“. Zuerst war ich etwas genervt, dass es das Museum nicht in das offizielle Programm der Tour geschafft hat. Aber schon am Abend der Ankunft haben sich ein paar Leute darüber unterhalten und recht schnell haben wir uns auf einen Besuch während der „Freizeit“ geeinigt. Sehr gut!

Das Museum liegt etwas außerhalb der Innenstadt, ist aber per Straßenbahn trotzdem easy zu erreichen. Die Haltestelle trägt auch den Namen des Museums und das Logo des Powstania Warszawskiego (#8) ist auch von Weitem schon gut zu erkennen und auch oft in den Straßen der Stadt zu finden.

Und dann gab es richtig viel zu sehen. Anhand von knapp 50 einzelnen Themenbereichen wird man durch die Ausstellung geführt. Da erst 2004 eröffnet ist alles modern mit Videos, Texten, Artefakten usw usf aufgearbeitet. Sehr erschreckend fand ich die „Videokästen“. Das sind Kästen, in die man ab einer Körpergröße von ca. 1,50m reinschauen kann und in denen wirklich krasse Originalbilder aus dem Ghettoalltag gezeigt werden. In deutschen Dokus, Museen usw. habe ich solche Bilder expliziter Gewalt noch nicht gesehen; wirklich nichts für schwache Nerven.

Und so hangelt man sich dann entlang vieler kleiner Notizen und Ehrbekundungen für die Helden des Widerstands, bis man ca. zur Hälfte der Tour in einer großen Halle einen Originalbomber (#6) ausgestellt sieht. Und hier wird es dann unübersichtlich, da die Führung durch die Hausnummern irgendwie den roten Faden verliert. Hinter den großen Porträtfotos kann man aber erstmal etwas sitzen und sich einen 30minütigen Film ansehen. Dort befindet sich dann auch der Eingang in den Keller-Themenbereich „Die deutschen in Warschau“ (#4) wo dann die Täter vorgestellt werden. Schaut mal auf Foto #3. Den jungen Mann, seines Zeichens Museumsmitarbeiter, habe ich auch genau dort fotografieren können.

Im Außenbereich des Museums befinden sich dann noch diverse Denkmäler sowie eine lange Wand (ca. 50m lang, 2,5m hoch) aus Granit mit den Namen der Opfer sowie auch ein kleiner Steingarten mit Grafitti-Gemälden (#9) zum Thema.

Fazit: Der Besuch des Museums sollte in jedem Fall Pflicht für alle Warschaubesuche sein. Es gibt einfach eine Unmenge an Material welches gezeigt wird und man in Deutschland nie sehen wird. Allerdings wird es nach gut 3h auch etwas unübersichtlich. Helfen kann es da sicherlich, wenn man den Besuch auf den späten Nachmittag, nachdem die Schulklassen durchgeschleust wurden, legt. Ebenfalls etwas negativ: personal welches die eine oder andere Frage beantworten kann ist leider auch schwer zu finden oder spricht, wie viele andere in Warschau, nur gebrochen Englisch. Trotzdem hingehen! Der Eintritt kostet 10PLN, also ca. 2,50€. Keine Ausreden.

Reclaim your city!