So langsam nähern wie uns dem Ende der Serie. Aber natürlich nicht, ohne einen kurzen Blick auf sonstige feine Streetart in Warschau zu werfen. Allerdings gibt es da nicht so viel Besonderes zu zu sagen. Wie überall gibt es einen Haufen Sticker (#4) und mehr oder weniger schicke kleine Graffiti (#3). Besonders im Zentrum finden sich auch viele Stencils (#9), die man als Außenstehender so schnell gar nicht zuordnen kann. Richtig viel und gute Streetart gibt es dann tatsächlich im Praga-Viertel zu sehen. Wer da richtig die Augen auf macht, kann einige Schätze entdecken (#5, #6, #7). Absolutes Highlight waren aber sicherlich die Ratten (bzw. Wühlmäuse für uns), die eine riesige Wand zierten (#8). Wer danach sucht, sollte an der Haltestelle Foksal aussteigen. Das ist quasi direkt an dem Platz mit der Palme (de Gaulle?) Wenn ihr da aussteigt, geht ihr ein paar Meter Richtung Zentrum und dann gleich rechts durch eine Hofeinfahrt. Dort verstecken sich dann nicht nur die Ratten sondern auch einige alternative Kneipen. Unser Favorit war ganz klar die „Tittenbar“, die sich selbst Klaps nennt. Sehr entspannter Laden mit guter Musik und schnellem Service. Und warum es „Tittenbar“ heißt, findet ihr am besten selbst raus!

Reclaim your city!

VANDALISM

06/05/2012

Letztens war in Düsseldorf mal wieder die Nacht der Museen. Für mich immer ein willkommener Anlass um wein trinkend durch die Stadt zu flaniern und mich wie zehn Tausend andere ganz toll und intelligent und so zu fühlen. Der Sticker hier, mit dem ich tatsächlich nichts zu tun habe, hing dabei direkt neben dem Pretty Portal, einer UrbanArt-Gallerie in Bilk. Ist zwar nicht so groß der Laden, war aber aufgrund der Qualität der Arbeiten ein echtes Highlight. Noch besser war es nur in der ElGreco-Ausstellung im Museum Kunstpalast. Sehr stark das. Aber zurück zum Thema: natürlich bin ich sofort in den Sticker verliebt gewesen. Das Rot, die Sowjet-Optik, die Message… Alles traumhaft. Wenn ich designen könnte, würde genau so was rauskommen.

Reclaim your city!

Streettags

24/02/2012

Mir sind diese Streettags (Heißen die so? Ich habe die mal so genannt…) vor einiger Zeit in Düsseldorf aufgefallen und ich find die tatsächlich wirklich gut. Während diese „Namenszüge“ mit irgendwelchen „Eddings“ auf Wänden oder Fensterscheiben in der Bahn doch sehr hässlich rüberkommen, finde ich die Teile in weiß und auf der Straße mehr als gut; auch wenn ich mal wieder nur einen Teil der Tags identifizieren kann, was auch so sein soll. Letztens auf meinem Sonntagsspaziergang, regelmäßige Leser wissen worum es geht, habe ich dann dieses „AWESOME“ gefunden und war sofort verliebt. Also los liebe Leute, tagt die Straßen!

Reclaim your city!

PS: Ja, die Schuhe sind geil…

Es ist soweit. PlakatierenVerboten – euer Magazin für halblegale Stadtverschönerung – präsentiert das erste, und hoffentlich nicht letzte, Kurzinterview. Den Anfang macht dabei Barto, der vielleicht einigen Düsseldorfern schon durch kleinere oder größere Werke im öffentlichen Raum bekannt sein dürfte. Mehr zu und von ihm findet ihr auf bartotainment.com.

du machst viel streetart, aber auch auftragsarbeiten für flyer, drucksachen, web design usw. da drängt sich natürlich die frage auf, ob das zum leben reicht, und ob die aufträge deine „kunst“ refinanzieren können?
Ich finanziere mich und meine Kunst zu etwa gleich großen Teilen durch Grafikjobs wie Flyer, Illustrationen, Broschüren, Webdesign und auf der anderen Seite durch eine halbe Stelle im sozialen Bereich, die dafür sorgt, dass ich eine geregelte Krankenversorgung habe! Von der Kunst als solcher kann ich nicht leben, verkaufe nur ab und an auf Ausstellungen ein paar Werke.

benutzt du, oder kannst du dir vorstellen auch mit portalen wie http://www.graffitiauftrag.de/login.php http://www.ack2.de/ oder http://www.morethanwords.de/ zusammen zu arbeiten (auch wenn du selbst nicht unbedingt solche großflächigen graffiti machst)? wie sähe eine ideale künstleragentur aus?
Bislang nutze ich solche Portale nicht, sehe mich selber aber auch einfach nicht als Graff-Artist und fühle deswegen von solchen Angeboten auch nicht wirklich vertreten. Ich mache alles auf eigene Faust, organisiere meine Ausstellungen selber, betreibe selber Akquise und genieße es, mir damit meine Freiheit bewahren zu können. Ich habe garnicht das Bedürfnis mich von jemandem vertreten zu lassen, weder einer Person noch einer institutionalisierten Einrichtung.

wie wichtig ist dir persönlich eigentlich streetart? also kurz gesagt, was verbindest du damit und was willst du mit deinen werken in der stadt erreichen? zum denken anregen oder vielleicht einfach nur die stadt verschönern?
Abgesehen davon, dass mir die Begrifflichkeit „Streetart“ wirklich unfassbar unwichtig ist, sind mir die Möglichkeiten, mich im öffentlichen Raum kreativ verwirklichen zu können enorm wichtig. Die Leute zum Denken anregen zu können, ist eine schöne Sache, aber eigentlich nur zweitrangig. In erster Linie Folge ich da dem Graff-Gedanken, auf alle zu Scheissen und einfach nur das zu machen, was mir selber gefällt! Wenn ich was machen will, was jedem gefällt, würde ich Rattenstencils sprühen, Herzluftballons mit Sprüchen kleistern oder Feuerlöschertags machen. Das schöne an Kunst auf der Straße ist doch, einfach sich selber treu sein zu können, ohne jemandem oder irgendwelchen Idealen verpflichtet zu sein.

wo liegt aus deiner sicht dir grenze zwischen streetart und vandalismus? sind disketten auf straßenschildern noch kunst, und ist http://www.unlike-u.com/ schon vandalismus? hast du selbst schon probleme mit polizei/ordnungsamt bekommen? man kann ja vieles auf dich zurückführen…
Was Kunst ist oder nicht, steht mir sicherlich nicht zu, zu beurteilen, dass darf jeder für sich selber einordnen. Ich selber praktiziere zwar kein Trainbombing, bin aber dennoch ein Fan der Ästhetik. Probleme mit der anderen Seite des Gesetzes habe ich eher früher gehabt, in meinem Alter kann man nicht mehr so gut weglaufen, oder sich in Gebüschen verstecken, da macht man eher Sachen, die nicht ganz so riskant sind und ohnehin in gesetzlichen Grauzonen stattfinden, wie zum Beispiel wildes Plakatieren. Ich würde auch behaupten, auf mich ist nicht sonderlich viel zurück zu führen, den Großteil meiner Arbeiten mache ich ohne Namedropping. Falls du die weltweit zu findenden BARTO-Pieces meinst, die stammen von meinem Namensvetter aus Köln, ich habe nichts damit zu tun (wirklich, ganz im ernst, ohne Flax!).

Vielen Dank nochmal für die offenen Antworten.

Reclaim your city!

Diesen Sticker muss ich jetzt aus vielerlei Gründen posten. a) habe ich den bei meinem letzten Hamburg-Besuch zum Dockville gefunden. Das war ein sehr schönes Wochenende mit viel guter Musik und vielen Überraschungen. b) bin ich Freitag wieder in Hamburg und hoffe wieder auf Überraschungen. c) wollte ich den schon vor zwei oder drei Wochen posten, aber dann ist mein Laptop abgekackt und musste für teures Geld repariert werden – mehr als unschön.

d) Die Piratenpartei. Vor ein paar Jahren fand ich die Piraten gar nicht so schlecht. Das war mal was anderes und mit ihren Aktionen gegen die Vorratsdatenspeicherung (Stichwort: Schäuble und Stasi2.0) hatten sie meine Sympathien auf ihrer Seite. Dann aber habe ich mich mal mit deren Programm auseinander gesetzt und schon früh erkannt, dass die unwählbar sind. Das liegt vor allem an der Einstellung zum Urheberrecht und -Schutz. Was da unter „nicht-kommerzieller Vervielfältigung“ geschrieben steht ist definitiv der Beginn der Aberkennung aller Rechte des Urhebers an seinem Werk. Ich bin alles andere ein Fan der Gema und der großen Plattenfirmen. Die machten und machen immer noch sehr viel falsch. Aber wer den Schutz des Künstlers durch das Urhebergesetz einschränken will, der ist für mich als Musiknerd absolut unwählbar. Die letzten Neuigkeiten, nach dem Senatseinzug in Berlin geben mir ebenfalls recht. Die ehemaligen NPDler bei den Piraten werden zu einfach hingenommen. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand aus der NPD austritt, seine Fehler zugibt und sich ändert. Ich habe aber ein großes Problem damit, wenn genau dies nicht stattfindet und von der Partei geduldet wird, als wäre es eine Jugendsünde. Dieses Verhalten lässt einfach einen sensiblen Umgang, Verantwortung gegenüber Jungwählern, und jedwede antifaschistische Haltung vermissen. Daher keine Stimme den Piraten!

Reclaim your city!

…wird nicht meine Stadt, auch wenn die Tour nicht so schlecht war. Denn Freitag ging es nach überpünktlichem Feierabend direkt per 15€-ICE-Ticket nach Mainhatten wo eigentlich der glorreiche FCH den ersten Dreier hätte einfachen sollen. Das Ergebnis ist ja nun bekannt. Neben einer 1:4-Klatsche, die sicherlich um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, bekommen wir dann demnächst auch wieder eine Rechnung von der DFL ins Haus. Pyro schön und gut, am Ende kostet das aber Geld. Unter anderem mein Geld – als zahlendes Mitglied. Naja, nichtsdestotrotz ist das Waldstadion schon ziemlich krass anzusehen und die Frankfurter Fans ebenfalls ein ziemlicher Oberhammer. Frankfurter an sich nerven vor allem mit ihrem hessischen Dialekt und irgendwie fehlender oder kaum sichtbarer alternativer Subkultur.

Im Laufe des Abends ging es dann noch in diverse Bars und Clubs. Einer sogar mit gar nicht mal so schlechtem Elektro-Floor. Publikum allerdings sehr jung. Aber was willste machen? Manchmal muss man halt Kompromisse eingehen.

Während eines Lokalwechsels haben wir dann ein paar „Sprayer“ gesehen, die diese Werbe-Graffitis für Mini aufs Pflaster gesprüht haben. Natürlich nur echt mit Kreide – damit es nicht so viel Ärger mit dem Ordnungsamt gibt. Sieht gar nicht so schlecht aus, gabs aber auch schon in schöner. Hier in Düsseldorf wurde mit dieser Technik für den A-Team-Film geworben. Das war schon echt gut und in jedem Fall besser gemacht als hier für Mini, die zwar auf Guerilla setzen, und auch durchaus sympathische Sprayer organisiert haben, aber trotzdem beim Motiv ziemlich klassisch bleiben. Leider.

Edit: Noch mehr schlechte Umsetzung von Kia

Reclaim your city!

95OLEE

02/09/2011

Tja, nun ist er da der Hype. Um die PostItKunst. Gestartet in Frankreich von gelangweilten Ubisoft-Mitarbeitern ist das ganze nun über die Bürotürme von Paris auch nach Düsseldorf gekommen – der PostItWar. Und irgendwie war es ja klar, dass die Kollegen nicht anders können als ihrer Fortuna zu huldigen. Ist ja auch ganz nett. Aber wenn ich so die Umsetzungen aus Frankreich sehe, müssen die Jungs hier noch ordentlich an ihren Skills arbeiten. Zum Glück ist das Büro in den „Innenhof“, so dass Passanten das eigentlich nicht sehen dürften. Mich hat dieses „95OLEE“, es gibt auch einen Smiley im Büro daneben, heute Morgen zwar schon ein wenig vom Arbeiten abgehalten, allerdings konnte ich mich nicht für eine entsprechende Antwort motivieren. Denn wenn der Hype so in Deutschland ankommt, ist er eigentlich auch schon wieder tot.

Edit: Die Kollegen lassen sich nicht lumpen und ziehen erst das Bat-Logo, dann den Nike-Swoosh aus dem Hut – JUST POST IT.

Nächster Teil: Azubine strikes back! Mit niemand geringerem als Garfield versteht sich! Lasagne alter! (Foto: bei Facebook geklaut…)

Doch auch das wird nicht das Ende sein, wenn man dem @kleidsamtweets Glauben schenken darf…

Und ich hoffe, dass ich den War der Kollegen aus Hamburg demnächst auch hier verewigen kann. Bisher hab ich aber noch kein gutes Bild gefunden. Wer helfen kann mailt an plakatierenverboten@gmx.de oder meldet sich via twitter. Danke!

Edit: Hier endlich der Hamburger Jägi-War:

Reclaim your city!

Es haben sich alle Superhelden (rebel:art, hatchkingdom) zusammen getan und richten den WorldWideStickerAward2011 aus. Da kann man unter anderem auch für den Düsseldorfer Barto voten, der einige seiner Sachen zur Wahl gestellt hat. Möge der/die Beste gewinnen!

Reclaim your city!

fuck you very much

26/07/2011

Endlich kann ich mal einen der besten tumblr-artigen-blogs der Welt hier faven: fuckyouverymuch! Immer wieder unglaublich starke Fotos mit einer sehr sympathischen Attitüde kommentiert. Und die beiden haben jetzt auch Sticker drucken lassen, die man sich für 5$ bestellen kann. Sehr schön.

So. Ich hoffe, dass das nun mal wieder der Start aus der Sommerpause heraus ist. In den letzten Wochen ist viel passiert und etliche Sticker wurden gefunden. Da sollt ihr natürlich gerne demnächst dran teilhaben können!

Reclaim your city!

Ich bin müde. So ähnlich wie der Hubschraubermützenjunge hier auf dem Streetart-Stück den ich auf der Schanze gefunden habe. Hubschraubermütze ist übrigens ein Interlude auf der „Fettes Brot für die Welt“. Sehr lustig der gute König Boris: „Hab ich eine Hubschraubermütze auf? Nein Mann, das ist meine Frisur. Was ist los mit euch?!“

Reclaim your city!