Skatin’s not a crime! Aderstraße / Ecke Königsallee! Ihr wisst was zu tun ist…

Reclaim your city!

kacheln erlaubt?

20/12/2011

Julia aus Hamburg betreibt nicht nur den kleinen aber feinen Blog Taktgefühle, sondern hat auch ein Auge für Straßenkunst und elementare Fragen! Wenn Plakate ankleben verboten ist, was ist dann mit Kacheln? Oder Tannenbäumen? Oder Tapeten? Wird man ja wohl noch mal fragen dürfen!

Edit: Kann mir nicht jemand sagen, dass ich damit knappe 6 Wochen zu spät dran bin?!

Reclaim your city!

In unregelmäßigen Abständen verlinke ich ja auch einfach nur auf andere Blogs und Seiten, deren Inhalte irgendwie hier reinpassen. Und besonders gerne tue ich das, wenn es von rebel:art kommt. Dort gibt es wirklich immer den heißestens Scheiß an allen möglichen Formen von StreetArt und allgemein von Kunst im öffentlichen Raum. Da ich natürlich keinen Fame abgrasen will bitte ich euch alle JETZT den OriginalArtikel anzusehen!

Reclaim your city!

Bekleben verboten

17/08/2010

Rheinische Bahngesellschaft? Hoffentlich ist der Laden selbst nicht so verranzt wie dieser Kasten hier. Mal im Ernst: hat schonmal jemand bei so einer Nummer angerufen? Ich mein an sich is null:zwo:elf ja ganz cool, aber was passiert wenn man bei den Jungs anruft? Kommen die dann sofort vorbei und machen sauber (kann ich mir nicht vorstellen) oder verfolgen die den Anruf zurück (habe keine Angst). Wir werden es wohl nie erfahren…

Reclaim your city!

Das ist neu. Dass wir Stromkästen nicht bekleben dürfen haben wir ja bereits gelernt. Aber auch „Farbauftrag“ sieht die Wemag nicht so gerne. So weit, so schade. Schließlich ist der Kasten einfach nur grau und könnte eine ganze Menge Farbauftrag vertragen. Aber was nicht sein darf…

Wirklich interessant finde ich auch den Schlusssatz: „Entfernen ist kostenpflichtig“. Wie was entfernen? Wenn ich mich entferne? Oder wenn ich den Aufkleber entferne (was soll ich denn damit?)? So teuer kann der doch gar nicht sein. Die Herstellung war wahrscheinlich nicht so teuer. Und beim Layout hat man auch mehr als gespart. Sowas finde ich ja immer sehr blöd. Mit ein wenig Farbe könnte das graue Teil echt aufgewertet werden. Aber nein, Einheitsgrau soll regieren. Ich glaube ja, dass die einfach nur ihren Aufkleber alleine da drauf haben wollen. Eine Art Premiumplatzierung und Exklusivität. Super Idee. Ich bau jetzt gleich mal nen Sticker: „Bitte keine weiteren Sticker im Umkreis von 2 Metern aufkleben. Annähern ist kostenpflichtig!“

Reclaim your city!

OK, OK. Ich weiß – Agression geht vor Grammatik. Aber „das lesen“ geht halt gar nicht – substantivierte Verben und so…

Aber fangen wir von vorne an, denn dieses Verbotsschild hat noch eine Nebengeschichte. Kaum fährt man ins Allgäu zum Geburtstag von nem Kumpel, wird man im Bahnhofsshop gleich von der rechten Spießigkeit überfallen. Denn von diesen Schildern hingen im Verkaufsraum ungefähr alle 2 Meter welche. Ein wenig kann ich es verstehen, Marktoberdorf ist jetzt nicht der Nabel der Welt. Und das Bahnhofsviertel dort bietet auch nicht so viel Ablenkung wenn man auf seinen Zug wartet. Aber Verbotsschilder sind halt scheiße. Und als wenn das noch nicht gereicht hätte, haben die Penner da auch noch die National-Zeitung verkauft. Die Parteizeitung der DVU (keine Links für Scheiße!, Anm. der Redaktion). Zur Rede gestellt was das soll und warum man das nicht lassen kann, gab es keine ordentliche Antwort: „Es wird doch gekauft…“ Arschgeleckt. Man verkauft keine Nazipresse. Also wurden alle fünf Exemplare eingesammelt, auf die Theke gelegt, und erst als Mensch noch ein Feuerzeug dazu wollte ging der Verkäuferin ein Licht auf. Zu spät. Burn in hell!

Reclaim your city!

PS: Ich wollte mich jetzt mit der Juristerei nicht auseinander setzen, kann mir aber kaum vorstellen, dass die Androhung rechtlich haltbar ist.

Bekleben verboten!

18/03/2010

Man nehme: eine schnöde, langweilige graue Wand, ein paar Spießbürger die mit Word und ohne Interesse für Layout/Kunst ein beschissenes „Bekleben verboten!“-Schild basteln, ein Feuerzeug und etwas Deo sowie diverse Aufkleber – fertig ist die Collage!

Der Aufkleber ist mal wieder von der Antifa „Against homophobia and sexism! – Lieb doch wen du willst!“ Sehr schön. Morgen gehts auch wieder hin in die Subkultur. Hach wird das schön und laut…

Reclaim your city!

Ein typischer „zweiter Blick Sticker“. Denn beim ersten kurzen Blick ist mir nur dieses pokemonähnliche Viech aufgefallen, zusammen mit darunterliegenden Krizzeleien, welche sich dann doch als Botschaft rausstelten (Legalize Art please!). Links daneben sah ich halt nur einen roten Punkt. Keine Ahnung was das sollte, aber gefährlich wirkte das nicht wirklich. Erst bei genauem hinsehen erkennt man den zerstückelten Polizisten in der Blutlache. Den Zusammenhang zwischen dem Viech und dem Polizisten finde ich allerdings nicht. Vielleicht kann mir da jemand helfen…

Hilfe wäre auch gut bei der Suche nach dem Hintergrund/Künstler dieses Stickers. „United Aggressions 2010“ ergibt nicht wirklich brauchbare Treffer. Es könnten diverse linksradikale Jugendorganisationen sein, aber man weiß es halt nicht.

Reclaim your city!

Und wieder mal so ein Verbots-Klassiker. Ein letztes Mal möchte ich auf die Idiotie aufmerksam machen: 1. Bitte zähle die Sticker/Plakate auf dem Bild; 2. Entdecke den Fehler!

Ein schlechter Witz ist mir auch noch eingefallen: Wenn Einwürfe nur Werktags von 7:00 bis 19:00 erlaubt sind. Sind dann die ganzen Einwürfe am Wochenende Handspiele? Haha.

Reclaim your City!

Post N°1 – natürlich über diese Seite. In allen Städten gibt es eine Kunstform, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet – die Sticker! Es gibt sie in unendlich vielen Formen, Farben und mit den unterschiedlichsten Botschaften. Um diese Art Art mal einer Bestandsaufnahme zu unterziehen gibt es diesen Blog.

Neben den Stickern geht es aber auch um Schilder, Plakate, Flyer und alles was in der Street so an Art zu finden ist.

So viel zum Allgemeinen, und nun das Spezielle:

Auf die Idee für dieses Blog hat mich tatsächlich der obige Sticker gebracht. Dieser klebt an einem Stromkasten ganz in der Nähe – und natürlich ist der auch ziemlich zugeklebt. Interessant ist dieser Aufkleber, da er das große Problem öffentlicher Kunst aufzeigt – nämlich die gesetzlichen Grenzen die ihr auferlegt werden. Den Widerspruch, den diese Gesetze erzeugen erkennt man mit diesem Verbots-Sticker geradezu „plakativ“. „Plakatieren verboten!“ steht auf einem Sticker – der geklebt wurde. Noch schlimmer für mein Empfinden ist aber, dass die „Stadtkultur München“ sich hier für die Verhinderung von Kultur verantwortlich zeichnet. Aber das ist wohl so in Bayern. Ich fordere niemanden auf Gesetze zu brechen – aber einen Tipp habe ich schon:

Reclaim your city!